Wäre unser Leben mit Wegweisen gepflastert, so würden wir
schnell ans Ziel gelangen und viel Zeit haben, unser Angekommensein zu
genießen. Aber meist besteht unser Leben aus einer Vielzahl von Umleitungen,
die viel zu oft verwirren und uns in die Irre führen. Einige bleiben gefangen
im Labyrinth des Lebens, suchen den richtigen Weg vergebens, kraftlos stellen
sie dann irgendwann fest: Vom Leben bleibt nur noch ein ganz kleiner Rest, und
man ist immer noch nicht…"angekommen". Doch andere nehmen ihren Mut
und gehen weiter, Schritt für Schritt, nehmen die bergigen Straßen und unebenen
Wege in Kauf, bis sie ihr Ziel erreichen …
Wohin die Reise auch geht, hängt nicht davon ab, woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt.
Das Beste ...
Zum TAG DES HUNDES ein "Danke das Du mich gefunden hast" an meinen besten Freund, Lehrmeister und Seelengefährten ...
Lass mich lernen, im Regen zu stehen.
Auf einem Kalenderblatt stand: „Lass mich lernen, im Regen
zu stehen.“
Viele denken, wir könnten einfach davonlaufen, alles hinter
uns lassen und nochmals ganz von vorn beginnen. Wer dies tatsächlich denkt, der
täuscht sich. Je schneller wir vor etwas davonlaufen, desto eher sehen wir uns
wieder damit konfrontiert. Je häufiger wir einer Sache den Rücken zudrehen,
desto öfter zwingt uns das Leben, ihr ins Gesicht zu sehen. Je weiter wir uns
zu entfernen versuchen – von unserer Wirklichkeit, wie sie eben ist – desto
mehr werden wir wieder zurückgeführt in die Nähe unserer ungelösten Konflikte.
Wir sollten versuchen, die Aufgaben des Lebens zu lösen und
deren Lektionen zu lernen. Dadurch, dass wir uns wehren, verdrängen oder
vermeiden, ändern wir nicht das Geringste an der eigentlichen Situation.
Dadurch, dass wir von einem Problem weg
in eine andere Richtung schauen und uns von ihm abwenden, existiert dieses
weiterhin, auch wenn wir es für einen Augenblick nicht im Blickfeld haben.
Lass mich lernen, „im
Regen zu stehen.“ – heißt es. Solange wir vor dem Regen fliehen, führen wir ein
Leben in Flucht. Erst wenn wir nachfragen, woher unsere Angst vor dem
Nasswerden kommt und was es mit uns zu tun hat, kann sich etwas ändern. Wenn
wir nicht akzeptieren, dass wir dann und wann im Regen stehen, weil Regen
ebenso wie Sonne zum Leben gehört, sollten wir uns nicht wundern, wenn wir
ständig vom Regen in die Traufe kommen. Dies geschieht nicht, weil uns etwa das
Leben bestraft. Nein, dies geschieht, weil es elementar menschlich ist auch zu
scheitern. Also möchte ich lernen auch
gelegentlich im Regen zu stehen, ich will keinen Dauerregen, und darum möchte
ich versuchen aus solchen Situationen zu lernen und zu reifen. Ich möchte mich
entwickeln und wachsen. Aufgaben und Lektionen, die ich verweigere, die ich
nicht annehme, kommen sowieso wieder, und zwar so lange, bis ich letztlich
bereit bin sie anzunehmen. (©wb)
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